Damenriege: Schneeschuhwanderung in Brün, 09. März 2014

Die Frage, wer den Bericht über unsere tolle Frühlingswanderung (trotz strahlend blauem Himmel und warmen Temperaturen MIT Schneeschuhen) schreibt, hat sich gar nicht gestellt. Das ist dieses Mal Aufgabe des Neuzugangs in der Damenriege. Brigitte Frick hat so argumentiert: „Das kannst du als Deutsche eh besser als wir.“ Stimmt nicht, weit gefehlt. Ich kann auch kein Hochdeutsch! Aber wenn ich jetzt auf saarländisch Platt anfange, versteht hier keiner mehr was. Also geb ich mir alle Mühe, ein paar Impressionen unserer Schneeschuhwanderung und somit meines 1. Events innerhalb des Turnvereins zusammenzufassen.

Das Ehepaar Elsa und Andrea Buchli empfing um 8.30 Uhr sieben mit Schneeschuhen und Rucksäcken bepackte Damen. Wie das bei Frauen so ist, herrschte auch hier v.a. ein Frage: „WAS SOLL ICH BLOSS ANZIEHEN?????“ Weil das einerseits aufgrund gewisser Unerfahrenheit, andererseits aufgrund der sonnigen Verhältnisse gar nicht so leicht war, hatten die meisten von uns verschiedene Arten/Dicken/Farben und Modelle von Jacken und Zeug für drüber und drunter dabei, falls sie zu warm oder kalt bekommen sollten.

Schon die Autofahrt mit unserem Guide Andrea war ein Erlebnis. Von Bonaduz über die Rheinschlucht hoch nach Versam („oh oh, da hat`s gar keinen Schnee mehr“), und dann noch ein bisschen höher nach Brünn („Jubel, es ist weiss auf den Hügeln, äh Bergen“).

Nachdem man sich an einen etwas breitbeinigen Gang gewöhnt hatte, konnten wir nicht nur die wunderschöne Natur im direkten Umfeld betrachten, sondern auch die mega Bergkulisse hinter und vor uns, sowie die Stadt Chur aus unterschiedlichen Perspektiven.

Aber es war nicht nur eine einfache Schneeschuhwanderung. Nein, es war auch eine Bildungsreise. Unser Guide Andrea ist nämlich pensionierter Forstlehrer und nimmt seinen Lehrauftrag noch immer sehr ernst. Wirklich, es war sehr interessant, was er uns über Flora und Fauna im Wald zu erzählen hatte. So blieben wir ca. alle 20 Minuten stehen und lauschten seinen Ausführungen über Hasenspuren oder Bäume des Waldes. Ich persönlich war nicht nur dankbar, dass ich etwas für meinen Alltag dazulernen konnte sondern war auch sehr, sehr, sehr dankbar über die regelmässigen Verschnaufpausen. Andrea, ein 1. Dankeschön bereits an dieser Stelle. Ich werde nie wieder vergessen, dass die Lerche viel Sonne braucht und im Winter ihre Nadeln verliert.

Hervorzuheben lohnen sich an dieser Stelle noch folgende Ereignisse: Sandra Hiltons Stürzli mit anschliessendem Lachanfall beim Herablaufen am Steilhang. Sie konnte gefühlte 30 Minuten nicht mehr aufstehen. Die glänzende Parade von Sandra Mathis, als sie beim Aufsteigen in einen dick beschneiten Absatz aber auch genau ins Riesenloch tritt und mit einer gekonnten Japanrolle seitlich abrollt. Das coole ist, diese Szene ist von Caroline zum Teil auf Video aufgenommen und wir durften uns das gestern nach unserem Schwimmtraining nochmal anschauen. Ich sag euch, ich hatte Tränen in den Augen vor Lachen. Das Schlittelbeizli, in dem eigentlich das Mittagessen vorgesehen war, hatte leider bereits geschlossen und dadurch ergab es sich, dass wir im wunderschönen Bonaduz in die alte Post einkehrten. Das Team zauberte für uns trotz fortgeschrittener Zeit (15.00 Uhr) ein gemischtes Salätli (Insider!) mit Rahmschnitzel und gezuckerten Pommes. Nouvelle cuisine.

Zum Schluss möchte ich im Namen aller beteiligten Damen nochmals ein herzliches Dankeschön an zwei liebe Menschen aus Maienfeld aussprechen. Es war ein Erlebnis, mit euch in Schneeschuhen zu wandern.

Simone