Wanderwochenende der Damenriege vom 27.-29.08.2016

Wanderwochenende der Damenriege vom 27.-29.08.2016

Es war vor allem eins: ein von Caroline und Andraina perfekt organisiertes Wochenende, das keine Wünsche offen liess.

Von der Fahrt mit dem Berninaexpress nach Poschiavo, über die spannende Stadtführung, das Baden im eiskalten See, die gepflegte SAC Hütte bis hin zum zu jeder Aktivität passenden Wetter.

Unsere Reise war erlebnisreich, sportlich, interessant, abwechslungsreich uuuunnnndddd allem voran LUSTIG.

Was haben wir gelacht. Viele Anekdoten werden uns sicher in Erinnerung bleiben.

Im Folgenden wird jeder von uns seine Highlights hier verewigen. Viel Spass beim Lesen, eure Simone

Simone:

Meinen ersten aber nicht letzten Lachflash hatte ich beim Mittagessen in Poschiavo. Ich war bereits auf dem WC und stellte fest, dass die Klotür sich nur sehr schwer schliessen lies. Fast hätte ich gar nicht gemerkt, dass ich den Schlüssel bereits gedreht hatte, bevor die Tür richtig eingerastet war. Aber zum Glück fiel es mir noch auf. Als eine meiner Turnkolleginnen (ich nenne keine Namen) eine halbe Stunde später mit hochrotem Gesicht vom stillen Örtchen kam, war ihr dieser Konstruktionsfehler offenbar nicht aufgefallen. Und gemütlich auf ihrem Thron sitzend bekam sie unerwarteten Besuch. Von der Restaurantchefin. Und das miese an der Geschichte: die Tür ging nach aussen auf, d.h. sie konnte nicht einmal mehr die Tür schnell zu sich ziehen, sondern war den überraschten Blicken hilflos ausgeliefert.

Auch lustig war unser Aufstieg in Richtung Italien am Sonntag. Wir geübten Berggängerinnen entdeckten in der Ferne Tiere. Hirsche oder gar Steinböcke, das konnten wir nicht identifizieren. Zum Glück hatte Claudia ihren Feldstecher dabei. Und sie erkannte, um welch wilde Tiere es sich handelte: um Kühe. Okay, die Glocken waren ja eigentlich nicht zu überhören. Wie sagte eine Touristin aus Claudias Anekdote so schön:“ Schau mal da, es hat Gämse mit Gebimmel.“

 

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„Wo sind sie denn nun, die Gämsen mit Gebimmel?“

Andraina:

Was war ich froh, dass ich zusammen mit Simone im ruhigen und friedlichen Abteil im Bernina Express sass. Beim Halt auf der Alp Grüm erzählte uns der Rest unserer Truppe, dass sich die Passagiere im Abteil nicht ganz einig über die Lautstärke sind. Sogar der Zugbegleiter wollte nicht mehr ins Abteil…. Mein Vorschlag war: den letzten Wagen abhängen! Doch dann wären wir nur noch zu zweit gewesen.

Auf der Rückreise machte ich den Vorschlag, via Engadin und Vereina zurückzufahren, da mir die Strecke der RhB bei Davos so gut gefällt! Und so waren alle damit einverstanden. Irgendwann ist es dann Caroline aufgefallen, dass wir da ja gar nicht durchfahren…. Tja, irgendwann hätte ich es auch noch gemerkt, hahaha !

Caroline:

Andraina hat es in ihren Zeilen schon angesprochen: Unsere Bahnfahrt im Bernina-Express im Vierergrüppchen in Wagen Nr. 6 wird wirklich unvergessen bleiben !!! Was für ein herrlicher Tag, was für ein eindrückliches Panorama, was für anregende Gespräche mit meinen TV-Kolleginnen, einfach perfekt. Wunderbar eingebettet zwischen einer Gruppe aus der Schweiz, die sich schon frühmorgens mit Bier und später dann mit Wein auf ihrem allfährlichen Vereinsausflug zuprostete und einer Reisegruppe aus Deutschland, die entschlossen war, diesen wunderschönen Tag besinnlich und mit zurückhaltendem Entzücken zu geniessen, ging es los. Das Ganze konnte einfach nicht gutgehen und was so überaus harmonisch begonnen hatte, endete in lautstarken Diskussionen und giftigen Anfeindungen über unsere Köpfe hinweg. Wir aber liessen uns nicht beirren und genossen die Reise und das eindrückliche Panorama. Auch tauchte dann nach langem Warten der „Wägelimaa“ auf und versorgte uns mit Kaffee, Tee und Nussstengeli – was will man mehr?

Eines meiner Highlights war sicher auch das Bad im Lago Saoseo am Samstag-Abend. Nach einem 20-minütigen Aufstieg vom Rifugio zum See nutzten wir noch die letzten Sonnenstrahlen, um uns in unsere Bikinis/Badkleider zu stürzen und in den See zu tauchen! Das stellte sich etwas schwieriger heraus als gedacht, denn dazu waren richtige Kletterkünste und Balanceübungen nötig. Doch alle schafften es, sich mehr oder weniger elegant über die Steine zu bewegen und dann ins Wasser zu tauchen/plumpsen. Und das bei eisigen Temperaturen!! Wir beliessen es bei einem kurzen „Schwumm“ und genossen dann noch die Sonne, bevor wir zum wohlverdienten Znacht ins Rifugio zurückkehrten.

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Lago di Saoseo………

……..eignet sich nicht nur zur 100 %igen Abkühlung, sondern auch hervorragend als Kulisse für Hochzeitsfotos.

Brigitte:

Von meiner Seite her gibt es kaum mehr Ergänzungen. Haben doch die vorangegangenen Schreiberinnen bereits alles gesagt: Es war ein rundum gelungenes Wochenende!!!

Von den falschen Verdächtigungen betreffend Lärm im Bernina-Express über die tolle Dorfführung in Poschiavo, die Badeveranstaltung im Lago Saoseo mit beinahe Frostbeulen und aufgeschnittenen Zehen, bis zum gemütlichen Spieleabend in der SAC-Hütte und dem frühen „ins Bett gehen“ und dem Wandern am Sonntag.

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die ‚Hütte‘

Eben diese Wanderung führte uns in die Viola-Hütte auf italienischem Boden. POLENTA war angesagt, wird die Hütte doch auch als Polenta-Hütte bezeichnet! Bereits um halb zwölf fanden wir uns auf der Terrasse der Hütte ein. Nach einiger Zeit wurden wir mal gefragt, ob Polenta inklusive Wasser, Wein und Kaffee ok sei? Wir willigten sofort ein, mussten aber noch eine gefühlte Ewigkeit aufs Trinken und Essen warten. Punkt 12 Uhr wurde die Polenta in einer Holzschüssel mit Spachtel auf den Tischgestellt und nur kurz davor stand eine Zwei-Liter-Flasche Wasser und eine mit Wein vor uns. In mehreren Gängen wurden Voressen (oder so was Ähnliches), Bratwurst (kann man die wirklich essen) und Käse dazu serviert. Zum krönenden Abschluss wurden uns noch Kaffee (mit kleinen Ästchen zum Umrühren) und feiner Kuchen serviert. Den versprochenen Grappa hätten wir wahrscheinlich lautstärker verlangen müssen !!

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Abstieg zur Polenta-Hütte                              Endlich 12 Uhr!!!  Viva Italia!

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Val Campo

Verena:

Da Vieles schon geschrieben ist, füge ich ein paar Bilder dazu. Dass es sich in einem solch herrlichen Bergtal , bei viel Sonnenschein und einem Trüppchen gut gelaunter Turnerinnen gut leben und Energie tanken lässt, zeigte sich auf der Heimfahrt im Zug. Brigitte und ich sassen nebeneinander und glaubten beide eine eingeschaltete Heizung neben sich zu haben (und keine von uns hatte einen Sonnenbrand!).

Das Val Campo war eine Reise wert, die Organisation nicht zu toppen. Nach der Rückkehr aus Italien liessen wir es uns im Rifugio di Saoseo nochmals gut gehen, um sicher nicht ausgetrocknet den Rückweg anzutreten……

Claudia:

Was soll ich als letzte bloss noch schreiben? Hat schon jemand die überraschende Dorfführung von Poschiavo erwähnt, die Flexibilität der Organisatorinnen, dass sie uns Wanderzeit in Bade-Zeit umwandelten und uns kurzerhand den kleinen Postbus zur «Hütte» auch noch reservierten. Was ja bekanntlich ein Familienvater auf dem Heimweg nicht gemacht hatte. Ach ja und wie war das schon wieder mit dem vermeintlichen Schnarch-Zimmer, da ja dann doch ganz wo anders gesagt und geknurrt wurde? Ja und die Kulisse erst, einfach traumhaft, wo man nur hinkam, gestaunt wurde überall: Imposante Gipfel, schrumpfende Gletscher, klare Bergseen, galoppierende Hengste, schöne Wälder, und und und und – ja doch es wurde alles gesagt!!

Bis zum nächsten Mal!