Skiweekend der Aktivriege 2014

Skiweekend Sarnen-Heinzenberg, vom 21.-22. Februar 2014

Genau so legendär wie die alljährlichen Ski-weekend’s der Aktivriege Fläsch sind auch die Résumées davon. Diese anspruchsvolle Aufgabe wollte dieses Jahr niemand übernehmen, deshalb habe ich klammheimlich  die Chance ergriffen, einen Text zu schreiben, welcher sich vielleicht  in der Hall of Fame wiederfinden lässt. Enjoy.

„Frühe auf und späte nieder – futtere schnell und feier wieder!“ .  Nach diesem Motto leben wir Aktivriegler. Am 22.02 um 07:00 war Besammlung ob der Turnhalle. Und schon so früh passierte das schier unglaubliche, niemand hatte verschlafen oder kam zu spät! Alle dreizehn Nasen hatten den Weg gefunden! Die Vorstellung von Holdrio, Radler, Kaffi-Schnäppes & Co konnte wohl alle animieren, so früh aufzustehen. Doch so schön es auch tönen mag, hinter den Kulissen kam es bereits zu einigen Zwischenfällen. So musste unser jüngstes Mitglied, Jungspund  Jann ( à „äna vom St. Luzi“),  seine Skier auf dem Weg zur Turnhalle noch härter einstellen. Ich vermute, diese unprofessionelle Vorbereitung hat ihm dann jeweils bei den Abfahrten einige Hundertstel gekostet. Merke, im Folgenden wird nur noch vom „Jungspund“ vom St. Luzi gesprochen.  Géraldine ist sogar ohne Schlafsack angereist. Ihr Ziel war es, einen bequemen Schlafsack von einem Gspändli zu klauen, da sie mit dieser Taktik bereits am GlaBü erfolgreich gefahren war.  Dank Tigers Anhänger wurde sogar das bisher alljährliche Problem mit dem vielen Gepäck eliminiert, nun stand der Abfahrt nichts mehr im Weg.

Losgefahren mit drei Autos kamen wir um 08:00 an der Talstation an. Da nicht im Konvoy gefahren wurde, hat sich Roman alias McGiver, auch sogleich verfahren. Schlussendlich kamen aber alle wohl behalten an. Beim Lösen der Billets erlaubte sich Dotti auch schon ihren zweiten Patzer. Trotz Gruppenrabatt feilschte sie am Preis herum, jedoch erfolglos. Mit klapprigen Zweiersesseln gings Bergauf Richtung Mittelstation. Unser Quartier für die Nacht war das Bergrestaurant Dultschinas, einen 18er Schlag sollte es sein. Die Vorstellung an die bevorstehende Nacht, liess Angesichts der Wettkampf-Schnarcher bestimmt die eine oder andere Person erschaudern.

Wir kamen aber nicht ohne Hintergedanken nach Sarnen-Heinzenberg, eine Stafette wartete auf uns und so mussten wir uns beeilen, um pünktlich um 10:00 starten zu können. Da wir so viele Talente im TV haben, starteten wir mit zwei Gruppen. Spitzenreitergruppe mit Nicole, Martina, Dario, McGiver & Jungspund und die zweite Mannschaft mit Sändi, Rebecca, Tiger, Pädi & mir. Trotz Spitzenleistung von Team 1 reichte es nicht für das Halbfinal, da Jungspund kläglich verschoss! Mannschaft zwei durfte am Halbfinal teilnehmen, die Begeisterung hielt sich aber in Grenzen, da die Stafette „ a mords Krampf“ war. Im Halbfinal schied dann auch Team zwei aus. Dass es nur an Nicols müden Beinen  lag, welche sich in der Aufwärmphase drei Holdrio gönnte, bezweifle ich jedoch. Wer nicht mitmachte, der kostete die Drinks an der Schneebar und feuerte an, was das Zeug hielt. OT Thomas analysierte während dieser Zeit den ersten Zwetschgenlutz. Sein Urteil war vernichtend, der Lutz enthielt nebst „Schnäppes“ nur „a Plapp heiss Wasser“ und „zwei Körner Kaffipulver“. Die Auswirkungen davon bekam dann auch Dani zu spüren. Im Vertrauen sagte er mir:“ I hett gschider au ander Stafetta mitgmacht! Vo dena drei Lütz hets mi scho.“ Ich glaube jedoch, er hat übertrieben, denn sein Fahrstil war immer noch makellos. Den Rest vom Tag wurde Schneesport betrieben. Von Schanzenspringen, Tiefschneefahren, reverse fahren, 180°-Sprung, GoPro-Filmchen, Panoramafotos, Bizepstraining an der Bar, sünnelen, Teebeutel  Zielwurf, „ Lippapomadagschmiar“, Schneeballschlacht & Stürzen war alles da. Kurz gesagt, wir haben uns alle prächtig amüsiert. Am Abend gings zurück ins Bergrestaurant, wo für das leibliche Wohl gesorgt war. Klassiker wie Pommes, Schnippo, Bolognese & Älplermaccaronen schmückten die Teller vor uns. Jungspund  (fr)ass für drei, was ihm angesichts seiner schmächtigen Postur hohes Ansehen der Älteren einbrachte. Bei Garry’s Bologneseresten kapitulierte aber selbst er.  Nebst uns waren auch der TV Jenins, der DTV M.feld und die selbsternannten Pauergräps aus Malans vertreten. Ganz klar, wir mussten diesen armen Geschöpfen zeigen wie man richtig feiert, und so wurde wild bis in die Nacht gesungen, getrunken, geschnupft und geplappert. Drei Dosen Schnupf, unzählige Holdrios, literweise Most, viele Whisky-Cola und Spezli im hohen zweistelligen Bereich musste daran glauben. DJ Pauli hat aufgelegt und mordsmässig Stimmung gemacht. Dario hat Pauli‘s Darbietung so gut gefallen, dass er ihm ein Bier spendiert hat und in Folge dessen seine Visitenkarte erhalten hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass die zwei jetzt Facebook-Freunde sind. Als Pauli den Laden dicht machte, war das Federntheater die nächste Etappe. Alle waren schon richtig wohlig eingenistet in ihren Schlafsäcken, da hat Martina eine „der kleine Nils“ – Nummer ausgepackt. Völlig egoistisch redete sie im nils’schen Dialekt mit Rebecca, welche sich vor Lachen kaum bewegen konnte. Doch nicht alle fanden es so lustig, McGiver hätte um ein Haar Martina mit seinem gebrauchten noch feuchten  Skisocken geknebelt und so den kleinen Nils verstummen lassen. Zum Glück kam es aber nicht so weit. Tiger hat sich am nächsten Tag noch Gedanken über die Wirksamkeit des Knebels gemacht, sein Vorschlag war, noch eine Billiardkugel im Socken zu verstecken, ich fand diese Idee interessant.  Am Sonntagmorgen wurden wir von der Sonne geweckt, welche am strahlend blauen Himmel stand. Das Wetter war perfekt um Ski zu fahren. Um nicht alleine frühstücken zu müssen, köderte ich Tiger mit der Beschreibung von Speck & Ei aus dem Bett. Wir wurden jedoch herbe enttäuscht, als wir die zwei drei Scheiben Brot sahen, welche lustlos neben Fleischkäse und Plastikkäse lagen. Patrik musste mit Entsetzen feststellen, dass nebst Speck und Ei auch seine Uhr fehlte! Ob er sie irgendwo verlegte oder gegen einen Sauren Most eintauschte, wusste er leider nicht mehr.  Die Stimmung verderben liessen wir Aktivriegler uns aber nicht. Wir genossen einen wunderbaren Tag auf und neben der Piste. Doch alles endet irgendwann, und so hat auch dieser Ski-weekend Trip mit der Talfahrt geenden. Martina küsste vor lauter Freude noch die Piste, jedoch unbeabsichtigt. Alles Gepäck  verladen fuhren wir glücklich und zufrieden nach Hause. Besten Dank an die Organisatorinnen Sandra und Nicole, welche uns ein phänomenales Wochenende bescherten. Ich genoss das Weekend mit Rebecca, Géraldine, Martina, Sandra, Nicole, Jann, Patrik, Dario, Daniel, Thomas & Roman2 sehr.

Markus