Skiweekend Aktivriege Lenzerheide vom 18.-19.02.2017

In der Dämmerung des 18. Februar 2017 haben sich die besten fööf-zehn Athleten des Turnverein Fläsch zum alljährlichen Skiausflug zusammengefunden. Um Nullachthundert fanden sich folgende Mitglieder oberhalb der Turnhalle ein: Dario (Wiesel), das Mastermind hinter dem Ausflug, Tizii, Lorena, Dotti, Sandy, Nicole, Nici, Alexander, Patrik („Scharmöhl“) Roman2 (Mc Spuderi & Tiger), OT-Knut & Küse. Bei Gabathulas kalberte an jenem Morgen vermutlich eine Kuh, denn die Gebrüder Jann und Thomas trafen erst mit einer kleinen Verspätung ein. Michi fiel leider krankheitsbedingt aus. Der Verfasser dieses Berichtes vermutet jedoch, dass er am Vorabend mit Jann Trinkspiele gespielt und kläglich verloren hat! Die grosse Siegerfahne, welche Jann am Morgen mittrug, bestärkt diesen Verdacht. Von Michi’s Ausfall profitieren konnte allerdings Tiger. Dieser versäumte es nämlich, sich überhaupt für den Ausflug anzumelden. Dass er am Morgen trotzdem auftauchte, zeugt von der Unverfrorenheit und Frechheit der fläscher Hinterdörfler!

Die klassischen Anfängerfehler wurden von unseren jungen Mitgliedern natürlich auch dieses Jahr wieder begangen: Alexander & Nici hätten ohne die vorausschauenden Kontrollfragen unserer Rangältesten beinahe ein Wochenende in klobigen Skischuhen verbracht.

Ohne Umwege ging’s dann aber Richtung Süden, der Sonne entgegen. Die grenzenlose Freiheit über den Wolken fanden wir 40 Minuten später auf der Lenzerheide. Ein Spezialgetränk aus 53 sorgfältig ausgewählten Kräutern stimmte alle auf den Tag ein. Scharmöhl sah es als seine Pflicht, die ziegelförmige Flasche den restlichen Tag auf seiner Brust mitzutragen und gelegentlich die Funktion des bernardiner Sennenhundes zu übernehmen. Die restliche Gruppe dankte es ihm natürlich stillschweigend. Bei schönstem Wetter und super Pistenverhältnissen wurde gefahren, was das Zeug hielt. Während einige halsbrecherisch und ohne Kurven bretterten, fuhren andere mit dem „Temperament von einem toten Ross“ über die Pisten. Interessanterweise funktionierte die Fortbewegung in diesem heterogenen Haufen trotzdem sehr gut, sodass wir immer in der Gruppe unterwegs waren.

Dotti, welche seit dieser Saison wieder auf zwei Brettern steht, fand an ihrem harten Rennski so viel Freude, dass sie kurzerhand beschloss, sich kurz von der Gruppe zu lösen. Während ihrer Solo-Abfahrt (ich nehme an, dass sie auf der FIS-Rennstrecke Rekorde aufstellte) wartete das Gros geduldig in der Wannerhütte und trank fleissig den gleichnamigen Kaffee. Der Geist im Kaffee liess uns fast vergessen, dass Jann nur Stunden zuvor seine Handschuhe im Gondali vergass und dass vor unseren Augen ein Snowboard alleine ins Ungewisse verreiste.

Als Unterkunft ausgesucht wurde die Chilli-Bar-Hütte, welche direkt an der Piste lag. Auf den letzten Drücker wurde diese Unterkunft am Abend auch gefunden. Holdrio’s/ Jagertee/ Lumumba’s/ Lütz leiteten den gemütlichen Teil des Tages ein. Während die einen nagelten wie junge Teenager, wieder andere sich einander Räubergeschichten erzählten, Dotti sich die übersäuerten Oberschenkel knetete, Dario spurlos verschwand, kugelte sich Lorena kurzerhand die Schulter aus! Trotz selbständigem Einkugeln musste sie uns verlassen und von Papa Beni abholen lassen. Scharmöhl sorgte aber dafür, dass sein Familienname auch ohne Schwester noch genügend vertreten war. Getrunken hat er auf jeden Fall für zwei!

Znacht gabs Raclette à discrétion. Edle Weine, feine Gewürze & Knoblauch-Zeben trugen zu einem gelungenen Znacht bei. Einziger kleiner Abzug gab’s für die Knorpel gespickten Speckstreifen…

Der Turner ist ein Wesen, welches sich in einer lauten, alkoholischen Umgebung besonders wohl fühlt. So wundert es nicht, dass sich nach dem Znacht alle in der hauseigenen Bar einfanden. Es wurde getanzt, gelacht, gesungen und gefeiert bis tief in die Nacht. Wiesel übernahm kurzerhand das Kommando hinter dem Bartresen, Thomas trieb im Dachsfell sein Unwesen, Patrick verteilte Tiefschläge, Tiger steckte diese ein (wenn er nicht gerade Tiger-Balsam-Massagen verteilte), Dani rauchte mit Nicole um die Wette, Tiziana & Sandy fegten über die Tanzfläche, Nici & Alexander scheiterten kläglich bei ihren Flirtversuchen mit der Bardame, Mc Giver & Knut snusten sich Löcher ins Zahnfleisch und Jann gewann den „Bring sally up“-Contest. Die eindrückliche Feierkraft unseres Turnvereins beeindruckte Bardame Arabella so sehr, dass sie uns viel länger gewähren liess, als ursprünglich geplant. Charmöhl verteilte ihr dafür eine eindrückliche Note von 9.5/10! Wie diese Punktzahl genau zustande kam, bleibt ein Geheimnis zwischen Scharmöhl und dem Verfasser des Berichts. Per Zufall wurde bei Jungförster T. (Name der Redaktion bekannt) ausserdem ein „Totmann“-Knopf gefunden. Durch Drücken an der richtigen Stelle konnte bei ihm eine temporäre Bewusstlosigkeit erzeugt werden!

Was den Verfasser besonders freute, war die Tatsache, dass der gesamte TV geschlossen bis zum Schluss feierte! Was ihn weniger freute, war, dass Scharmöhl tropfnass von einer Bierdusche sich zu ihm ins Bett gesellen wollte! Kurz vor dem Schlafengehen ereignete sich noch eine Geschichte, welche die daran Beteiligten allen anderen voller Stolz erzählten (inkl. fremder Personen im Hausflur), aber eigentlich trotzdem niemand wissen sollte. Deshalb wird auf eine Ausführung verzichtet, da die Geschichte ja sowieso alle kennen.

Der nächste Tag begann mit einem Zmorga, welches auf der internen Skiweekend-Zmorga-Rangliste neu ganz klar den ersten Rang belegt! Speck (diesmal knorpellos), Rührei, Lachs, Cüpli, Smoothiemaker, Granini-säfte, Gipfeli und und und … das ideale Frühstück für Kater und Katzen.

Der Sonntag, welcher wettertechnisch genauso wolkenlos war wie der Vortag, wurde am Pistenrand genossen. Lust am Skifahren hatten einige zwar schon, die Trägheit hielt aber trotzdem fast alle im Liegestuhl zurück. Mc Giver machte als einziger dank Saisonabo einige Abfahrten. Uns restlichen blieb nur, seine lebendige Performance auf der Piste zu bestaunen! Tiger lobte ihn dafür in höchsten Tönen. Zur Mittagszeit waren dann alle Bretter wieder in den Autos verstaut und schweren Herzens ging’s nach Hause.

Schön war’s!

Der Verfasser, Küse, bedankt sich an dieser Stelle für die vielen tollen Momente und freut sich auf ein Neues im 2018!